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Kapelle
Im Anschluss an das nördlich gelegene Wohngebäude schließt sich ein dreistöckiges, relativ gut erhaltenes Gebäude an in welchem sich wahrscheinlich die Kapelle befand.
1318 wurde in den Schriftquellen erstmalig eine Kapelle erwähnt. Auch vorgefundene Fundamente lassen auf eine frühe Entstehungszeit schließen, trotzdem wird die Bauzeit der über der Kellerebene liegenden Teile ins Ende des 17. Jahrhunderts datiert.
Das Gebäude wurde aus Bruchstein gemauert und enthielt im Keller einen Brunnen. Der unregelmäßige, trapezförmige Raum misst etwa 8x6 m. Ursprünglich war die Kapelle vom südlich gelegenen Wohngebäude her begehbar. In die Ostseite der Kapelle wurde nachträglich ein separater Eingang eingelassen, unterschiedlich große Fenster auf der West- und Nordseite des Gebäudes vervollständigen den Bau.
Die Mauern der Ruine reichen zum Teil noch in den dritten Stock. Zwei Kreuzgewölbe aus Bruchstein und kleine Stichbogenfenster Prägen das EG.
Die Decke der Kapelle besteht aus einem kappengewölbten Werk aus verputzter Grauwacke. Auf Schmuckformen jeglicher Art wurde verzichtet. Im Jahre 1978 war der Burghof in Höhe der Kapelle teilweise noch mit alten Mühlsteinen gepflastert, diese wurden jedoch bedauerlicherweise gestohlen, sodass sie durch ein neueres Pflaster ersetzt werden mussten.
Wohnräume
Mauerreste Zeugen von weiteren Wohngebäuden in der Kernburg. Nördlich des Palas schloss sich ein weiterer Wohnbau an, von dem nur noch wenige Reste erhalten sind. An der Nord-Ostseite des Bergfrieds sind ebenfalls Grundmauern eines Wohn- und Küchengebäudes mit Keller erkennbar. Von diesem Bau aus gelangte man vermutlich zum hochgelegenen Eingang in des Wohnturms. Die Höhe der einzelnen Wohngebäude hatte damals eine entscheidende Bedeutung hinsichtlich des Ranges der Bewohner. Da Burg Olbrück lange eine Garnerbenburg war ist davon auszugehen das die Höhe der meisten Wohngebäude in etwa gleich war.


