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Der Bergfried
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Burg Olbrück wird von dem 34 m hohen Bergfried beherrscht. Der freistehende Turm aus Bruchsteinmauerwerk war verfallen und drohte ganzeinzustürzen, als die Verbandgemeinde Brohltal unter Bürgermeister Hermann Höfer beschloss, die Burg als Pacht zu übernehmen und aufwendig zu restaurieren.
Wegen seiner Form, mit dem rechteckigen Grundrisse (12 x 8,5m), den abgerundeten Kanten aus dunklen Basaltquadern, die nördliche tritt als runder Treppenturm (Schneckenstiege) aus der Flucht aus, wird der Turm auf das 14. Jh. datiert. Man geht davon aus das auf der zentral im Burggelände gelegenen Spitze des Phonolithkegels ein älterer Vorgängerbau gestanden hat. Auf drei Seiten ragt ein Zinnenkranz auf Rundbögen vor.
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Wegen seiner Form, mit dem rechteckigen Grundrisse (12 x 8,5m), den abgerundeten Kanten aus dunklen Basaltquadern, die nördliche tritt als runder Treppenturm (Schneckenstiege) aus der Flucht aus, wird der Turm auf das 14. Jh. datiert. Man geht davon aus das auf der zentral im Burggelände gelegenen Spitze des Phonolithkegels ein älterer Vorgängerbau gestanden hat. Auf drei Seiten ragt ein Zinnenkranz auf Rundbögen vor. Der Turm gehört zu den großartigsten wohnturmartigen Bergfrieden des 14. Jahrhunderts. Lage, Mauerwerk und hoch liegender Eingang entsprechen den Anforderungen an den klassischen, zu Verteidigungszwecken errichteten Bergfried.
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Das Innere ist mit seinen fünf gewölbten Geschossen dagegen recht komfortabel und repräsentativ gestaltet. Das als Verlies zu deutende Erdgeschoss mit Tonnengewölbe konnte ursprünglich nur durch eine Scheitelöffnung aus dem EG aus erreicht werden. Heute führt eine in jüngerer Zeit erbaute Treppe vom Boden des Verlieses hinauf in die oberen Stockwerke. Das ehemalige Verlies und das EG weisen rundbogige Kappenwölbungen auf während die drei obersten Stockwerke sogar mit je zwei Kreuzgratgewölben ausgestattet sind. Das 3. OG erreicht eine Raumhöhe von 7 m. Im 3. und 4. OG sind die Wände auf halber Höhe mit Wandkonsolen aus Basalt umringt; die vermutlich Zwischenböden trugen. Diese konnten sowohl als Schlafstätten wie auch als Lagerflächen genutzt werden. Die hohen, schmalen Fensterbögen sind mit Segementbögen abgeschlossen und haben Sitzbänke und Fenstertritte. Alle Geschosse waren verputzt und konnten mittels offener Kamine beheizt werden. Zum ersten OG gehörte auch eine Abortanlage, die über einen Gang in der Nordwestwand von der Spindeltreppe aus zu erreichen war. Das zweite OG weist eine Tür in der Außenmauer auf. Hier befand sich früher der einzige Zugang zum Bergfried, der über eine hölzerne (Zug-)Brücke, vom Nachbargebäude aus zu erreichen war. In Höhe des dritten OG befand sich auf der Nordostseite ein Balkengerüst das über einen Gang innerhalb der Wand zu erreichen war (heute befindet sich dort der Erker). Dieser „Balkon“ diente zur Beobachtung und währen einer Belagerung zur Sicherung der schräg darunter liegenden Tür und konnte bei Gefahr abgeworfen werden. Die obere Plattform - die Wehrplatte des Turms - zeigt sich dem Besucher weitgehend unverändert. Lediglich der Aufsatz des Treppenturms wurde bei den Restaurierungen erneuert.
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Querschnitt eines bewohnbaren Bergfrieds, von 1904
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